Wenn du Schlösser in die Luft gebaut hast, so braucht deine Arbeit nicht umsonst zu sein; dort gehören sie nämlich hin. Und nun gehe daran, die Fundamente unter sie zu bauen.

 

Henry David Thoreau

 

Erkenntnisse aus der allgemeinen Psychotherapie

 

In der Neuropsychotherapie (Grawe, 2004) wurden die Ergebnisse der Studien zur Wirksamkeit von Veränderungsprozessen zusammengefasst und es sind daraus die vier allgemeinen Wirkfaktoren der Psychotherapie entstanden. Es handelt sich dabei also methodenunabhängige Faktoren, die vielen Menschen nachweislich geholfen haben, sich zu verändern.

 

Damit Veränderungen gelingen, ist es wichtig, dass Menschen Ihre Ressourcen aktivieren können (Faktor 1), indem sie sich von ihren positiven Seiten erleben und ihre Motivation und ihre guten Voraussetzungen genutzt werden. Um Aspekte des Lebens verändern zu können, reicht es nicht darüber zu sprechen und nachzudenken, sondern sie sollten erlebt und dann direkt verändert werden (Faktor 2). Wenn Menschen merken, dass Sie mit den problematischen Aspekten von sich und ihrem Leben besser umgehen lernen, so steigt ihr Selbstwirksamkeitserleben (Bandura, 1977) und es kann ihnen gelingen Schritte zur Veränderung umzusetzen (Faktor 3). Als letzter Faktor hat sich gezeigt, dass es wichtig ist, dass Menschen die Funktionalität ihres Erlebens und Verhaltens in Bezug auf ihre bewussten und unbewussten Ziele verstehen (Faktor 4).

 

Die allgemeinen Wirkfaktoren lassen sich auch in eine allgemeine systemische Therapie einbinden (Dietrich, 2016)

 

Bandura, A. (1977). Self-Efficacy: Toward a Unifying Theory of Behavioral Change. Psychological Review, 84, 191–215.

 

Dietrich, DJ. (2016). Ego-States und die Freundschaft mit sich Selbst. Familiendynamik, 80-92.

 

Grawe, K. (2004). Neuropsychotherapie (1., Aufl.). Göttingen: Hogrefe Verlag.