Nicole Gnägi Dietrich, M.A.

Master in Expressive Arts Therapy

Familienbegleitungen

 

Hauptstrasse 153

4565 Recherswil

 

praxis@itpb.ch

 

Kontakt- und Anmeldeformular

 

Familienbegleitung

 

Das Ziel der Familienbegleitungen ist es Familien, bei denen es Hinweise auf eine Kindeswohlgefährdung gibt, die in Zusammenhang mit einer psychischen Störung bei Kind oder Eltern steht, dabei zu unterstützen, dass die elterliche Fürsorgepflicht wieder wahrgenommen werden kann. Durch die Bearbeitung von hinderlichen Lebenserfahrungen und Förderung der Selbstermächtigung bei psychischen Störungen sollen die Bezugspersonen wieder in der Lage sein, um sich ihrem Lebensalltag gewachsen zu fühlen. Nur Eltern, die in ihrem Leben zurecht kommen, Krisen bewältigen können, eine Gefühl von Selbstbestimmung haben und zumindest zeitweise ein Wohlbefinden, sind in der Lage auf die Bedürfnisse von Kindern ausreichend einzugehen und für deren Schutz zu sorgen.

 

Indikationen

- Elternteile, die verschiedene Hilfe durchlaufen haben und wo nur kurz- oder mittelfristig Veränderungen installierbar waren

- Elternteile, die in psychiatrischer Behandlung stehen, oder wo diese eigentlich empfohlen wäre

- Elternteile, die eine stationäre psychiatrische Behandlung beendet haben und die weiterführend nicht adäquat behandelt werden können

- Elternteile, die ihre eigene Überforderung wiederkehrend anzeigen oder die wegen Gefährdungsmeldungen bei der KESB bekannt sind

- Elternteile, bei denen keine stabile Kooperationsbereitschaft hergestellt werden kann

- Elternteile, die sich wiederholt aggressiv verhalten, Termine nicht einhalten und sich selbst keine Unterstützung holen, ausser vielleicht in Krisensituationen

- Elternteile, bei denen Kinder anhaltend oder wiederkehrend Symptome und Verhaltensweisen entwickeln, die sich mit anderen Massnahmen nur unzureichend beeinflussen liessen

- Elternteile, bei denen Traumatisierungen diagnostiziert wurden, die Veränderungen im Familiengeschehen erschweren

 

 

Vorgehensweise

- Gemeinsame Sitzung bei der auftraggebenden Behörde, wenn möglich gemeinsam mit den Klienten. Dabei wird auch das Arbeitskonzept erklärt. Planung und Bedarfsabklärung und Klärung der Frequenz der Begleitung.

- Beim ersten Kontakt im aufsuchenden Setting, wird der vorläufige Rahmen für die traumatherapeutische Arbeit besprochen. Bei Bedarf und Indikation auch gemeinsam mit dem Psychiater.

- Wenn möglich wird daran gearbeitet, dass die Gespräche zunehmend auch behutsam aus den familiären Räumen ausgelagert werden. Die Räume des ITPB (Institut für Traumapädagogik und Traumaberatung) stehen dafür zur Verfügung.

- Neben den Einzelterminen mit den betroffenen Elternteilen, finden auch zumeist monatlich bei Bedarf auch häufiger, Familiengespräche mit allen Familienmitgliedern statt. Dies um Informationen zu bekommen, die Kinder und andere Bezugspersonen zu stützen und auch die Auswirkungen der Traumafolgen oder psychischen Störungen auf die Kinder und Jugendlichen zu diagnostizieren. In solchen Systemen ist die kindliche Entwicklung oft sehr eingeschränkt und emotional belastet. Es ist ein zentrales Ziel der Familienbegleitung dies zu erkennen und zu bearbeiten.

- Standortgespräche werden auf Wunsch und bei Bedarf angesetzt, Berichte können angefordert werden, idealerweise mit klaren Fragen durch die involvierte Behörde.

 

 

Methoden

- Lösungs- und ressourcenorientiertes Arbeiten mit systemischen Konzepten

- familientherapeutische Gespräche

- Stärkung der Familie als sicherer Ort für Kinder: Traumatherapeutisches und traumapädagogisches Arbeiten mit Eltern und Kindern

- SAFE Training (nach Karl-Heinz Brisch)

- Imaginative stabilisierende Methoden (nach Louise Reddemann und Gunther Schmidt)

- Bei Indikationsstellung bei gleichzeitig fehlender Verfügbarkeit anderer ambulanter psychiatrischer Angebote: psychiatrische Krisengespräche und auch Hausbesuche durch Dr. med. Daniel Dietrich, zur Abklärung der Notwendigkeit von psychiatrischer Unterstützungsangebote (stationäre Therapie, Medikamente)

- Gruppenangebote (Trauma-Yoga, stabilisierende Methoden bei Traumafolgestörungen, Elterntraining)

- Fachliche Sicherheit durch regelmässige Fallbesprechungen und Supervision

 

 

Zeitlicher Rahmen und Kosten

Der zeitliche Rahmen ist individuell und je nach Situation in der Familie festzulegen. Nach bisherigen Erfahrungen bewährt sich ein wöchentlicher Einzelkontakt über 12 Monate plus monatlich ein Familiengespräch. Der Verlauf wird jeweils in Standortgesprächen überprüft und allenfalls das Setting angepasst. In einigen Fällen kann auch eine weitere Begleitung nach Ablauf des Jahres notwendig sein.

 

Arbeitszeit in der Familie: 135 CHF pro Stunde

Vor- und Nachbearbeitungszeit, Telefongespräche, Sitzungen mit dem Helfersystem und Gespräche mit Drittpersonen. Von der Familie unentschuldigte nicht eingehaltene Termine und Absagen bis zu 24 Stunden vor dem Einsatz werden in Rechnung gestellt. An Samstagen, Sonntagen, Feiertagen und bei Arbeitseinsätzen nach 20 Uhr wird ein Zuschlag von 50 % verrechnet.

 

Wegzeit

40 CHF pro Einsatz im Oberaargau oder innerhalb eines Radius von 25km von Recherswil. Alternativ: 70 CHF pro Stunde plus 70 Rappen pro Kilometer von Recherswil aus.