d insle gsehn i säuber – zeig mir ds schiff!

(Berndeutsch für: „Die Insel sehe ich selber, zeig mir das Schiff.“)

 

Patent Ochsner

 

Der hypnosystemische Kompass

 

Der hypnosystemische Kompass ist ein Modell um die passende methodischen Ressource aus der Landschaft der allgemeinen systemischen Therapie zu finden (Dietrich, 2016). Es handelt sich dabei um ein inneres Modell, dass der Therapeut oder Berater für sich selber nutzen kann.

 

Die innere Kompassnadel ausrichten

Im hypnosystemischen Kompass stellt die Verbindung des Therapeuten oder Beraters mit seinen Ressourcen, z.B. als erwachsener Kompetenter, die zentrale Bedingung für eine stimmige und zieldienliche Entscheidungsfindung im therapeutischen Prozess dar. Das „wofür“ des Therapeuten, also seine eigene Motivation des des therapeutischen Handelns richtet die Kompassnadel auf die Vision des eigenen Handelns aus.

 

Das Quadrantenmodell

Der Therapeut, dessen innere Kompassnadel ausgerichtet ist, kann nun z.B. anhand des Quadrantenmodells überprüfen, in welche der möglichen Qualitäten des Therapieprozesses (Q1-Q4) die Aufmerksamkeit sich mehr richten sollte und auch inwiefern eine Metreflexion über den Therapieprozess (z.B. anhand der hypnosystemischen Prozessreflexion) zieldienlich sein könnte.

 

Der hypnosystemische Kompass besteht also zusammengefasst aus der Verbindung des Therapeuten oder Beraters mit seinen Ressourcen und der Ausrichtung auf sein „wofür“ des therapeutischen Handelns um seine innere Kompassnadel auszurichten und danach in der Auswahl geeigneter Interventionsmöglichkeiten aus der allgemeinen systemischen Landschaft anhand des Quadrantenmodells.

 

Das innere Beobachten dieser Prozesselemente, erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass im einzigartigen Moment des Therapieprozesses Raum für einen Unterschied entsteht, der einen Unterschied macht (Bateson, 1985).

 

Bateson, G. (1985). Ökologie des Geistes: Anthropologische, psychologische, biologische und epistemologische Perspektiven. Frankfurt am Main: suhrkamp taschenbuch wissenschaft.

 

Dietrich, DJ. (2016). Ego-States und die Freundschaft mit sich Selbst. Familiendynamik, 80-92.